Behandlung von Morbus Dupuytren – mit und ohne OP

Dupuytren'sche Kontraktur

Das Leben wieder in der Hand haben

Die gutartige Bindegewebserkrankung der Handfläche und der Finger stellt für viele Betroffene eine große Einschränkung im Alltag dar. Morbus Dupuytren kann jedoch sowohl mit als auch ohne OP, je nach Fortschritt der Erkrankung, ganz einfach behandelt werden. Im persönlichen Gespräch erkläre ich Ihnen, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie geeignet sind.

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Bei der Dupuytren'schen Kontraktur, auch Morbus Dupuytren genannt, verdickt sich das Gewebe in der Hand strangförmig, bildet Knoten und verkürzt sich. Dadurch krümmen sich die Finger langsam immer mehr. Die dabei entstehenden Knoten und Stränge in der Hohlhand sind meist sicht- und spürbar. Wir sind es gewohnt, dass unsere Hände uneingeschränkt funktionieren, denn im Alltag sind sie unermüdlich für uns im Einsatz. Schränkt eine Krankheit die Hände plötzlich ein, bedeutet dies einen massiven Einschnitt in unsere Lebensqualität. Viele Aktivitäten sind nur noch unter Schmerzen oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr möglich. Das kann wiederum dazu führen, dass sich die Betroffenen immer weiter zurückziehen und nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen. Mithilfe unterschiedlicher Operationstechniken ist es mir möglich, Ihnen wieder etwas Lebensfreude zurückzugeben. Ich freue mich sehr darauf, Sie für ein persönliches Beratungsgespräch bei mir in der Ordination empfangen zu dürfen.

 

Was muss ich vor der Behandlung der Dupuytren‘schen Kontraktur beachten?

Vor der eigentlichen Behandlung findet zunächst ein ausführliches Beratungsgespräch bei mir in der Ordination statt. Hierbei untersuche ich die betroffene Hand eingehend und bespreche mit Ihnen, welche Methode sich für Sie am besten eignet, damit Sie Ihre Hand bald wieder vollkommen uneingeschränkt nutzen können. Zudem gehen wir den gesamten Behandlungsverlauf Schritt für Schritt durch, damit Sie sich bereits ein Bild davon machen können, was Sie am Tag des Eingriffes erwartet. Da es während einer Operation immer wieder mal zu Komplikationen kommen kann, kläre ich Sie auch hier umfassend auf. Natürlich haben wir ebenfalls genug Zeit, all Ihre offenen Fragen zu klären, welche Sie eventuell noch haben. Mir ist es sehr wichtig, dass Sie sich umfassend über die Behandlung informiert fühlen, denn nur dann ist es Ihnen möglich am Tag des operativen Eingriffes mit einem ruhigen Gefühl bei mir in der Ordination zu erscheinen.

Je nachdem auf welche Methode die Wahl letztendlich gefallen ist, findet die Behandlung der Dupuytren‘schen Kontraktur entweder ambulant oder unter Vollnarkose statt. Bitte nehmen Sie bereits 14 Tage vor dem Eingriff keine Medikamente mehr zu sich, welche blutverdünnend wirken. Darunter fallen beispielsweise Aspirin, Seractil, Thomapyrin oder Voltaren. Sollten Sie Schlafmittel nutzen, dann lassen Sie bitte auch diese bereits zwei Wochen zuvor weg. Generell ist es wichtig, dass Sie mir in unserem Erstgespräch mitteilen, welche Medikamente Sie alles zu sich nehmen, denn dann kann ich Ihnen genau sagen, welche Arzneimittel Sie weiterhin normal einnehmen dürfen und welche nicht. In einigen Fällen ist es mir möglich, Ihnen Ersatzmedikamente zu verschreiben. Am besten lassen Sie ebenfalls schon einige Zeit vor der Behandlung der Dupuytren‘schen Kontraktur Substanzen wie Alkohol und Nikotin weg.

Sollte der Eingriff unter Vollnarkose stattfinden, dürfen Sie noch bis zu sechs Stunden vor der Operation etwas essen. Es ist empfehlenswert auf eine leichte Kost zu achten. Wasser und ungesüßten Tee dürfen Sie noch bis zu zwei Stunden vor der Therapie trinken.

 

Wie verläuft die Behandlung der Dupuytren‘schen Kontraktur?

Zu Behandlung der unangenehmen Erkrankung stehen mir verschiedene Operationstechniken zur Auswahl. Eine der Methoden ist die Nadelfasziotomie. Dieser Eingriff hat den Vorteil, dass er recht klein und vor allem ambulant durchführbar ist. Eine örtliche Betäubung ist in diesem Fall vollkommen ausreichend. Die Dupuytren-Stränge, welche für die Versteifung verantwortlich sind, werden von mir mit feinen Nadeln durchlöchert. Dadurch werden die Stränge porös und reißen schließlich vollständig ein, sobald Sie vorsichtig den betroffenen Finger strecken und bewegen. Nachteil dieser Methode ist allerdings die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Erkrankung erneut ausbildet. Zudem kann es vorkommen, dass mehrere Behandlungen notwendig sind, bevor sich das gewünschte Ergebnis einstellt.

Eine weitere Technik ist die Fasziektomie, wobei sich diese in partiell und total unterteilen lässt. Von einer partiellen Fasziektomie sprechen wir, wenn ich das gesamte von der Erkrankung betroffene Bindegewebe entferne, umliegendes Gewebe bleibt jedoch verschont. Ist eine totale Fasziektomie notwendig, entferne ich zusätzlich zum Bindegewebe ebenfalls Teile des umliegenden Gewebes.

Die dritte Option ist die Dermofasziektomie. Hierbei erfolgt nicht nur die Entfernung des betroffenen Bindegewebes, sondern auch ein Teil der sich darüber befindenden Haut, was wiederum eine anschließende Hauttransplantation notwendig macht.

Zudem biete ich Ihnen eine nicht-operative Methode an, Xiapex genannt. Mittels einer Injektion einer „Kollagenose“ kann ich die betroffenen Stränge aufreißen, allerdings ohne die verdickten Strukturen zu entfernen.

Auf welche Operationstechnik die Entscheidung letztendlich fällt, besprechen wir bereits im Erstgespräch, nach einer ausgiebigen Untersuchung der betroffenen Hand.

 

Muss ich bei der Behandlung der Dupuytren‘schen Kontraktur mit Risiken oder Komplikationen rechnen?

Wie bereits erwähnt, gibt es leider keine Operation, bei der sich mögliche Komplikationen und Risiken vollkommen ausschließen lassen. Allerdings kommt es heutzutage nur noch selten zu unangenehmen Vorfällen, was unter anderem auch an der immer besser entwickelten Medizin und deren unterschiedlichen Techniken liegt. Bei jedem operativen Eingriff besteht das Risiko für Infektionen oder Wundheilungsstörungen. Zudem kann es vorkommen, dass es zu einer Verletzung an Nerven und Gefäßen kommt, was wiederum ein Taubheitsgefühl auslöst.

Direkt nach der Behandlung treten häufig Rötungen, Schwellungen und Hämatome auf. Es kann ebenfalls zu kleinen Blutungen kommen. Diese Symptome sollten Sie allerdings nicht beunruhigen, denn diese sind vollkommen normal und vergehen nach wenigen Tagen und Wochen wieder. Sollten Sie trotzdem das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, dann zögern Sie bitte nicht und kontaktieren Sie mich umgehend.

 

Was gilt es nach der Behandlung der Dupuytren‘schen Kontraktur zu beachten?

Sollte die Operation unter Vollnarkose stattgefunden haben, bleiben Sie für mindestens eine Nacht bei mir in der Klinik, denn es ist wichtig, dass wir Ihren Zustand in den ersten Stunden nach der Operation genauestens beobachten. Ist die Behandlung ambulant erfolgt, dürfen Sie direkt nach Hause gehen.

Sie erhalten von uns einen speziellen Verband, welcher einerseits dazu dient, Ihre Hand so ruhig wie möglich zu halten, andererseits Ihnen jedoch auch die Möglichkeit gibt, die Finger vorsichtig zu bewegen. Langsame und vor allem kontrollierte Bewegungen sind bereits direkt nach dem operativen Eingriff wichtig, denn damit verhindern Sie eine erneute Versteifung. Ich empfehle meinen Patientinnen und Patienten eine Ergotherapie, denn hier lernen sie spezielle Übungen, welche sie mehrmals am Tag durchführen sollten.

Nach 14 Tagen findet die Entfernung der Fäden statt. Bis dahin sollten Sie Ihre Hand unter keinen Umständen belasten, denn die Heilung braucht ihre Zeit. Eine zu frühe Belastung kann dazu führen, dass es zu Problemen kommt und eine erneute Behandlung notwendig wird. Erst nach etwa sechs bis acht Wochen dürfen Sie die Hand wieder komplett belasten. Das bedeutet, dass Sie, je nach beruflicher Aktivität, mit einer entsprechenden Ausfallzeit rechnen müssen.

Bitte verzichten Sie während der Heilungsphase auf den Konsum von Alkohol und Nikotin, denn diese können die Wundheilung negativ beeinflussen. Zudem sind in der ersten Zeit Besuche in Sauna, Dampfbad, Schwimmbad und Solarium tabu, da hier die Gefahr einer Infektion ansteigt. Die UV-Strahlen im Solarium können sich hingegen unschön auf die Narben auswirken, da sich diese unter Umständen dunkel verfärben und damit gut sichtbar bleiben.

Generell ist eine gute Narbenpflege absolut wichtig, nicht nur damit diese im Idealfall später nur noch kaum oder sogar gar nicht mehr zu sehen sind, sondern auch, damit Sie Ihre Hand ohne Einschränkungen nutzen können.

Bei der nicht-operativen Methode müssen Sie für etwa drei Monate eine spezielle Nachtlagerungsschiene tragen, allerdings können Sie bereits einen Tag nach der Behandlung wieder arbeiten gehen.

Nach der Operation finden Nachsorgeuntersuchungen statt, die Sie unbedingt wahrnehmen sollten, damit ich den Heilungsverlauf kontrollieren kann.

 

Wie sind die Erfolgsaussichten der Behandlung der Dupuytren‘schen Kontraktur?

In der Regel ist die Prognose nach der Behandlung der Erkrankung positiv, denn meine Patientinnen und Patienten können endlich wieder schmerzfrei und ohne Einschränkungen am Alltag teilnehmen. Dadurch kehrt bei vielen wieder ein großes Stück Lebensqualität und -freude zurück. Leider lässt es sich jedoch nicht komplett ausschließen, dass sich erneut eine Dupuytren‘sche Kontraktur entwickelt. Dies kann unter anderem auch von der zuvor angewendeten operativen Methode abhängen.

 

Mit welchen Kosten ist bei der Behandlung der Dupuytren‘schen Kontraktur zu rechnen?

Die Dupuytren‘sche Kontraktur ist eine Erkrankung und führt zu erheblichen Einschränkungen im Alltag der Patientinnen und Patienten. Aus diesem Grund übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung. Sollten Sie weitere Leistungen bei uns in Anspruch nehmen wollen, welche jedoch über die Operation der Dupuytren‘schen Kontraktur hinausgehen, müssen Sie die dafür anfallenden Kosten gegebenenfalls selbst tragen. 

Ich freue mich auf ein persönliches Kennenlernen bei mir in der Ordination!

 

 


 

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) kann sowohl mit Operation als auch ohne OP behandelt werden – Dr. Stefan Gärner, Facharzt für plaDr. Stefan Gärner, Facharzt für plastische Chirurgie in Wien, berät Sie gerne zu den Behandlungsmöglichkeiten der Tendovaginitis stenosans, auch schnellender Finger.Die Dupuytren’sche Kontraktur (Morbus Dupuytren) kann ganz einfach operativ oder nicht-operativ behandelt werden – Dr. Stefan Gärner, Facharzt für plastische Chirurgie in Wien, berät Sie gerne zu den Behandlungsmethoden.

Was ist Morbus Dupuytren?

Bei der Dupuytren'sche Kontraktur, auch Morbus Dupuytren, verdickt sich das Gewebe in der Hand strangförmig, bildet Knoten und verkürzt sich. Hierdurch werden die Finger langsam immer mehr gekrümmt. Die dabei entstehenden Knoten und Stränge in der Hohlhand sind meist sicht- und spürbar, im fortgeschrittenen Stadium können sie schmerzhaft sein und die Beweglichkeit der betroffenen Finger vollkommen aufheben. Genaueres zum Thema Morbus Dupuytren im Blog.

Wissenswertes zur Behandlung der Dupuytren’schen Kontraktur

Die Dupuytren’sche Kontraktur kann nicht-operativ (Xiapex) und operativ behandelt werden. Mittels einer Injektion einer „Kollagenose“ können die betroffenen Stränge aufgerissen werden, jedoch ohne Entfernung der verdickten Strukturen. In der operativen Therapie wird das krankhaft veränderte Fasziengewebe vollständig durch eine spezielle Schnittführung entfernt.