Karpaltunnelsyndrom (KTS) behandeln – mit und ohne OP

Karpaltunnelsyndrom (KTS)

Wieder starke Nerven haben – mit und ohne OP

Das Karpaltunnelsyndrom kann meist bereits während des ersten Beratungsgesprächs diagnostiziert werden. Ich berate Sie dabei gerne zu den operativen und nicht-operativen Therapiemöglichkeiten und arbeite zur optimalen Behandlung des KTS mit anderen Fachärzten zusammen.

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  • 10-14 Tage
  •  ambulant
    4 -6 Wochen Ausfallzeit

 

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) zählt zu den Nervenkompressionserkrankungen. Es handelt sich hierbei um eine Einengung des Handmittelnervs, der durch den Karpaltunnel im Handwurzelknochen führt. Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Zu den ersten unangenehmen Symptomen des Syndroms gehören ein Taubheitsgefühl und ein Kribbeln. Im weiteren Verlauf treten bei meinen Patientinnen und Patienten schließlich starke Schmerzen auf. Damit sinkt die Lebensqualität deutlich, denn der Alltag ist nicht mehr schmerzfrei zu bewältigen, weshalb die Betroffenen auf viele Aktivitäten verzichten. Das kann im schlimmsten Fall zu einem sozialen Rückzug führen. Sobald Sie die ersten Symptome in der Hand bemerken, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, denn je früher die Behandlung erfolgt, desto besser erholt sich die Hand und das Risiko für bleibende Schäden sinkt. Meine Aufgabe besteht darin, Sie durch den kompletten Behandlungsprozess hindurchzuführen und Sie zu begleiten, damit Sie bald wieder uneingeschränkt Ihrem Alltag nachgehen können. Ich freue mich sehr auf ein persönliches Gespräch in meiner Ordination.

 

Was muss ich vor der Behandlung des Karpaltunnelsyndroms beachten?

Vor jeder Operation setze ich mich zunächst mit Ihnen für ein persönliches Gespräch in meiner Ordination zusammen. Das ist wichtig, denn nun können Sie mir ausführlich erzählen, was Ihnen Sorgen bereitet und was Sie sich von dem Eingriff erhoffen. Zudem begutachte ich Ihre Hand und kann so feststellen, wie ich bei der Operation am besten vorgehen muss, damit Sie bald wieder einen Alltag ohne Einschränkungen und Schmerzen führen können. Gemeinsam gehen wir anschließend ebenfalls Schritt für Schritt den Behandlungsablauf durch. Dazu gehört auch die ausführliche Besprechung möglicher Risiken und Komplikationen, welche auftreten können. Sollten von Ihrer Seite aus noch Fragen bestehen, dann zögern Sie bitte nicht, mir diese zu stellen. Es ist mir sehr wichtig, dass Sie sich umfassend über den Eingriff aufgeklärt fühlen, denn das nimmt auch etwas die Angst und Aufregung.

Etwa 14 Tage vor der Operation sind Medikamente wie Aspirin, Voltaren, Seractil oder Thomapyrin abzusetzen, denn diese wirken blutverdünnend. Nehmen Sie Schlafmittel zu sich, dann setzen Sie bitte auch diese spätestens zwei Wochen vor der Behandlung ab. Auch den Konsum von Nikotin und Alkohol sollten Sie bitte einstellen. Haben Sie sich für eine Vollnarkose entschieden, dürfen Sie noch bis zu sechs Stunden vor der Operation etwas essen, bis zu zwei Stunden davor dürfen Sie noch Wasser oder ungesüßten Tee zu sich nehmen.

Wie verläuft die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms?

Zur Behandlung des Karpaltunnelsyndroms gibt es unterschiedliche Methoden und auch Operations-Techniken. Diese kommen dann zum Einsatz, wenn die konservative Behandlung, also das Ruhigstellen der betroffenen Hand mithilfe einer speziellen Schiene, nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hat.

 

Das Karpaltunnelsyndrom kann sowohl operativ als auch ohne OP behandelt werden, etwa durch nächtliche Schienenbehandlung oder mittels einer Kortisonspritze in den Karpaltunnel.
  • Dr. Gärner

 

Eine weniger radikale Therapie wäre die Kortisoninjektion. Diese bietet sich jedoch nur dann an, wenn sich das Karpaltunnelsyndrom noch im Anfangsstadium befindet. Um die Beschwerden zu lindern, spritze ich ein wenig Kortison in den Karpaltunnel. Nur sehr selten führt die Unterspritzung jedoch zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit, weswegen nach nicht allzu langer Zeit eine erneute Injektion notwendig ist. Kommt das Karpaltunnelsyndrom immer wieder, ist eine Operation definitiv der bessere Weg.

Die Operation lässt sich in drei Methoden unterteilen. Am häufigsten kommt die offene Methode zum Einsatz. Hier setze ich an der Innenseite des Handgelenks einen Schnitt und lege damit das Karpalband frei. Nun ist es mir möglich, dieses vorsichtig zu durchtrennen und anschließend die Wunde wieder zu vernähen.

Die halb offene Operation verläuft wie die offene Methode, allerdings ist hier der Schnitt kleiner.

Bei der endoskopischen Technik setze ich zwei Schnitte, einmal am Handgelenk und einmal an der Handinnenfläche. Durch den einen Schnitt führe ich das Endoskop (eine kleine Kamera) unter die Haut ein. Nun kann ich ganz genau ausmachen, wo sich das Karpalband befindet und dieses durch den anderen Schnitt hindurch durchtrennen. Vorteil dieser Methode ist es, dass es statt einem großen nur zwei sehr kleine Schnitte benötigt.
Welche Technik ich letztendlich einsetze, ist immer individuell zu entscheiden. Während des gemeinsamen Gespräches berate ich Sie ausführlich zu den Methoden und gehe mit Ihnen die Vor- und Nachteile durch. Natürlich liegt die endgültige Entscheidung zum Schluss jedoch bei Ihnen.

Muss ich mit bei der Behandlung des Karpaltunnelsyndroms mit Risiken oder Komplikationen rechnen?

Die Operation des Karpaltunnelsyndrom ist ein recht kurzer Eingriff, trotzdem lassen sich auch hier gewisse Risiken und Komplikationen nicht vollkommen ausschließen. Direkt nach der Operation sind leichte Schwellungen, Rötungen und Blutergüsse möglich, diese Symptome verschwinden allerdings wieder von selbst und stellen keinen Grund zur Beunruhigung dar. In sehr seltenen Fällen kann es zu Taubheitsgefühlen kommen, da Nerven beschädigt wurden und auch eine Knochenentkalkung oder das Anschwellen von Weichteilen sind Komplikationen, welche auftreten können. Alles in allem handelt es sich bei der Behandlung des Karpaltunnelsyndroms jedoch um einen risikoarmen Eingriff.

Was gilt es nach der Behandlung des Karpaltunnelsyndroms zu beachten?

Hat die Operation unter Vollnarkose stattgefunden, bleiben Sie für mindestens eine Nach zur Beobachtung in der Klinik. Bei einer örtlichen Betäubung oder einer Betäubung des gesamten Armes, dürfen Sie bereits kurz nach der Behandlung nach Hause gehen. Allerdings sollten Sie das selbstständige Lenken eines Fahrzeuges unbedingt vermeiden. Lassen Sie sich bitte entweder von Angehörigen oder Freunden abholen oder nehmen Sie sich ein Taxi, denn durch die Betäubung besteht ein erhöhtes Risiko für einen Unfall im Straßenverkehr.

Direkt nach der Operation lege ich Ihnen einen festen Verband an. Dieser dient dazu, Ihre Hand zu stützen und vor allem vor zu viel Bewegung zu schützen. Es ist jedoch wichtig, dass Sie bereits einen Tag nach dem operativen Eingriff damit beginnen, die Finger ganz vorsichtig zu bewegen, damit diese nicht versteifen. Hierfür gibt es bestimmte Übungen, die Sie ganz einfach durchführen können. Empfehlenswert ist ebenfalls eine Ergotherapie, in welcher Sie Unterstützung erhalten und Ihnen ganz genau aufgezeigt wird, wie Sie Ihre Hand nach und nach belasten dürfen.

Zunächst gilt es jedoch, die Hand keinen Belastungen auszusetzen, damit der Heilungsprozess möglichst reibungslos verläuft. Nach etwa 10-14 Tagen ziehe ich die Fäden, erst dann dürfen Sie ganz langsam damit beginnen, die Hand wieder zu belasten, jedoch nur in Maßen. Erst nach sechs bis acht Wochen dürfen Sie die Hand wieder stärkeren Belastungen aussetzen. Je nach beruflicher Tätigkeit bedeutet dies eine längere Ausfallzeit, auf welche Sie sich einstellen müssen. Beginnen Sie zu früh damit die operierte Hand zu strapazieren, besteht die Gefahr, dass es eine erneute Behandlung bedarf.

Sportarten wie Joggen, dürfen Sie nach etwa zwei bis drei Wochen wieder betreiben, Aktivitäten wie Radfahren oder Schwimmen sollten Sie bitte bis zu sechs Wochen nach der Operation nicht ausführen. Verzichten Sie bitte ebenfalls auf den Gang in Sauna, Dampfbad und Solarium, denn hier besteht die Gefahr, dass sich die Wunden infizieren. UV-Strahlen können sich hingegen negativ auf die Narben auswirken, indem sie diese dunkel werden lassen.

Eine gute Narbenpflege ist immer unerlässlich, damit diese nicht nur schön abheilt, sondern im Idealfall später nur noch kaum oder sogar gar nicht mehr zu sehen ist. Wie Sie dabei am besten vorgehen, besprechen wir bereits vor der Operation und auch nach dem Eingriff stehe ich Ihnen beratend zur Seite.

Bitte verzichten Sie zudem in den ersten Wochen postoperativ auf den Konsum von Alkohol und Nikotin, denn diese Substanzen sind bei der Heilung hinderlich.

Zum Schluss möchte ich Sie noch darum bitten, zu den regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen zu erscheinen, damit ich den Heilungsprozess begutachten und im Notfall schnell eingreifen kann. Sollten Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht nach Plan verläuft, dann dürfen Sie mich natürlich jederzeit kontaktieren.

Wie sind die Erfolgsaussichten der Behandlung des Karpaltunnelsyndroms?

Die Erfolgsaussicht der Operation des Karpaltunnelsyndrom sind sehr gut. Normalerweise verspüren Sie bereits direkt nach der Behandlung eine deutliche Verbesserung, in einigen Fällen sind die Schmerzen und die weiteren unangenehmen Symptome sogar komplett verschwunden. Sollte dem nicht so sein, dann machen Sie sich bitte keine Sorgen, denn der in Mitleidenschaft gezogenen Mittelnerv benötigt oftmals ein paar Wochen, bis er sich wieder beruhigt hat.

War das Karpaltunnelsyndrom sehr weit fortgeschritten, ist es leider möglich, dass sich die Hand nicht wieder vollständig erholt. Dies bedeutet, dass zwar die Schmerzen nachlassen, Taubheitsgefühle oder ein eingetretener Muskelschwund jedoch nicht mehr rückgängig zu machen sind.

Mit welchen Kosten ist bei der Behandlung des Karpaltunnelsyndroms zu rechnen?

Die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms ist medizinisch notwendig, denn die Betroffenen leiden in der Regel unter starken Schmerzen und können ihrem Alltag nur noch unter Anstrengungen nachgehen. In manchen Fällen sind einige Aktivitäten sogar überhaupt nicht mehr möglich, da die Hand durch das Syndrom zu stark eingeschränkt ist. Sollten Sie weitere Behandlungen bei uns in Anspruch nehmen wollen, welche über die Behandlung des Karpaltunnelsyndrom hinausgehen (beispielsweise Lasern der Narbe), müssen Sie die Kosten hierfür gegebenenfalls selbst tragen. Ich freue mich bereits auf ein persönliches Kennenlernen bei mir in der Ordination.

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) kann sowohl mit Operation als auch ohne OP behandelt werden – Dr. Stefan Gärner, Facharzt für plaDr. Stefan Gärner, Facharzt für plastische Chirurgie in Wien, berät Sie gerne zu den Behandlungsmöglichkeiten der Tendovaginitis stenosans, auch schnellender Finger.Die Dupuytren’sche Kontraktur (Morbus Dupuytren) kann ganz einfach operativ oder nicht-operativ behandelt werden – Dr. Stefan Gärner, Facharzt für plastische Chirurgie in Wien, berät Sie gerne zu den Behandlungsmethoden.

Was ist das Karpaltunnelsyndrom?

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) zählt zu den Nervenkompressionserkrankungen. Es handelt sich dabei um eine Einengung des Handmittelnervs, der durch den Karpaltunnel im Handwurzelknochen führt. Das Syndrom tritt meist im Alter von 50-60 Jahren auf, Frauen sind dabei aus hormonellen Gründen doppelt so häufig betroffen wie Männer. Erste Symptome des KTS sind Gefühle von Taubheit, aber auch Kribbeln und Schmerzen. 

Wissenswertes zur Behandlung des KTS

Das Karpaltunnelsyndrom kann sowohl operativ als auch ohne OP behandelt werden, etwa durch nächtliche Schienenbehandlung oder mittels einer Kortisonspritze in den Karpaltunnel.