Hyperhidrosis | Dr. Stefan Gärner

Hyperhidrosis

Hyperhidrosis

in Wien und Baden bei Wien

Wenn einem Menschen selbst einfache Tätigkeiten Schweißperlen auf die Stirn und den gesamten Körper treiben, handelt es sich um die sogenannte Hyperhidrosis. Darunter verstehen wir in der Medizin eine übermäßige Schweißproduktion, die selbst bei leichter Aktivität auftritt. Für meine Patientinnen und Patienten bedeutet die Diagnose Hyperhidrosis eine große Belastung, da ihr Körper – unabhängig von der Temperatur, Jahreszeit oder Aktivität – unverhältnismäßig viel Schweiß abgibt. Häufig müssen Betroffene sogar mehrmals am Tag ihre Kleidung wechseln, da sie bereits nach kurzer Zeit vollkommen durchnässt ist. Betroffene leiden oft stark unter der übermäßigen Schweißproduktion und schämen sich für Ihre Schweißausbrüche, weshalb sie sich immer weiter aus dem sozialen Umfeld zurückziehen. Schwitzen ist eigentlich ein wichtiger Bestandteil unseres Organismus, da wir dadurch die Temperatur unseres Körpers regulieren und uns vor Überhitzung schützen. Außerdem wird überschüssiges Salz und Schadstoffe über die Schweißdrüsen ausgeschieden, wodurch sich auch die Poren öffnen. Es handelt sich bei Schwitzen im Grunde also um einen gesunden Mechanismus des Körpers. Die Hyperhidrosis kann hormonell bedingt oder die Folge psychischer Belastung oder Stress sein. Bei vielen Betroffenen spielt die erbliche Komponente eine wichtige Rolle, da Eltern eine Hyperhidrosis mit einer Wahrscheinlichkeit von 28 Prozent an ihre Kinder vererben. Eine übermäßige Schweißproduktion kann auch auf eine andere Erkrankung hinweisen. Mit einer Botulinumtoxin-Behandlung kann ich meinen Patienten und Patientinnen ihre Lebensfreude und ihr Selbstwertgefühl zurückgeben.

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Botulinumtoxin A, besser bekannt unter Botox©, ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß. Wird es in sehr geringen Mengen direkt in den Muskel gespritzt, kann es dort Muskelkontraktionen und die Entstehung mimischer Falten reduzieren. Ein Vorteil von Botulinumtoxin ist, dass bei einer Injektion mit dieser Substanz sensible Nervenfunktionen nicht beeinflusst werden.

Ich arbeite in meiner Praxis ausschließlich mit qualitativ erstklassigen Präparaten der Firma Merz (Bocouture®). Wie viel Botulinumtoxin ich bei einer Sitzung verwende, hängt von der zu behandelnden Körperstelle und dem Zweck der Behandlung ab. Ich passe die Dosis des Botulinumtoxins also individuell an die Wünsche und Bedürfnisse meiner Patienten und Patientinnen an. Ein Vorteil des Botulinumtoxins ist unter anderem, dass es vielseitig einsetzbar und kaum zu spüren ist, es also so gut wie keine Komplikationen oder Risiken gibt.

Viele verbinden Botulinumtoxin vor allem mit Faltenbehandlungen, doch es kann auch anders eingesetzt werden. Ein Beispiel dafür ist die Behandlung einer Hyperhidrosis. Indem es die Reizübertragung auf die Schweißdrüsen blockiert, verhindert Botulinumtoxin ebenfalls übermäßiges Schwitzen.

 

An welchen Körperstellen lässt sich die Behandlung durchführen?

Eine Hyperhidrosis kann sich auf bestimmte Körperstellen beschränken oder auf den ganzen Körper beziehen. An welchen Stellen die Behandlung durchgeführt wird, hängt unter anderem von der Hyperhidrosis-Form ab. Eine fokale Hyperhidrosis zum Beispiel betrifft nur kleine oder abgegrenzte Hautareale. Betrifft die Hyperhidrosis großflächige Körperbereiche, handelt es sich um die generalisierte Form. Am häufigsten injiziere ich meinen Patienten und Patientinnen das Botulinumtoxin in den Achselbereich, in die Handinnenflächen oder in die Fußsohlen.

 

Wie verläuft die Behandlung einer Hyperhidrosis?

Ein ausführliches Beratungsgespräch ist für mich stets ein wichtiger Aspekt in meiner Patientenbetreuung – auch bei kleinen Eingriffen. Aus diesem Grund führe ich mit allen meinen Patienten und Patientinnen, die an einer Behandlung ihrer Hyperhidrosis interessiert sind, ein gemeinsames Gespräch. Im Rahmen dieses Gesprächs können und sollen Sie mir bitte ausführlich mitteilen, was Sie stört und welche Erwartungen Sie an die Behandlung haben. Außerdem untersuche ich die zu behandelnde Körperstelle, damit ich besser abschätzen kann, wie viele Einheiten Botulinumtoxin notwendig sind. 

Für mich ist es sehr wichtig, dass Sie sich vor einer Behandlung in meiner Praxis umfassend aufgeklärt fühlen und am Tag des Eingriffs mit einem ruhigen und positiven Gefühl in die Ordination kommen. Wenn Sie also noch Fragen rund um die Botulinumtoxin-Behandlung haben sollten, zögern Sie nicht mir diese zu stellen.

Die Behandlung an sich ist relativ unkompliziert und erfordert keinen großen Zeitaufwand. Vor allem Füße und Hände sind eher unangenehme Stellen für eine Injektion, weshalb ich gerne eine Salbe auf die zu behandelnde Stelle auftrage, welche das Hautareal betäubt. Eine Salbe mit betäubender Wirkung trägt zu einem schmerzarmen Behandlungsablauf bei. Anschließend erfolgt die Injektion des Botulinumtoxins in die obere Hautschicht. Mittels einer feinen Nadel injiziere ich die Substanz an die gewünschte Stelle. Wie viele Injektionen nötig sind, hängt unter anderem davon ab, wie ausgeprägt die Hyperhidrosis ist. Durchschnittlich sind pro Behandlung etwa 20-30 Injektionen erforderlich.

Der Vorteil dieser Behandlung ist, dass Sie meine Praxis direkt im Anschluss an die Unterspritzung verlassen und Ihrem Alltag nachgehen können. Große Einschränkungen oder eine Ausfallzeit müssen Sie bei der Botulinumtoxin-Behandlung einer Hyperhidrosis nicht befürchten.

 

Mit welchen Risiken oder Komplikationen muss ich bei der Behandlung einer Hyperhidrosis rechnen?

Eine Botulinumtoxin-Unterspritzung zur Behandlung einer Hyperhidrosis ist ein kleiner und somit recht risikoarmer Eingriff, der mit wenigen Komplikationen und Nebenwirkungen einhergeht. In sehr seltenen Fällen kann es zu Infektionen an den Einstichstellen kommen. Rötungen, Hämatome und Schwellungen sind ebenfalls möglich. Die Beschwerden sind jedoch allesamt kein Grund zur Sorge. In den ersten Tagen nach der Behandlung verschwinden diese Symptome in der Regel wieder vollständig. In sehr seltenen Fällen kann das Botulinumtoxin aufgrund des körpereigenen Immunsystems seine Wirkung nicht entfalten. Dies haben bisher nur wenige meiner Patienten und Patientinnen berichtet, dennoch ist es möglich.

 

Was gilt es nach der Behandlung einer Hyperhidrosis zu beachten?

Eine Botulinumtoxin-Behandlung ist ein kleiner Eingriff, der keinen stationären Aufenthalt mit sich zieht. Ich darf meine Patienten und Patientinnen also direkt nach der Unterspritzung nach Hause schicken. Ich empfehle Ihnen dennoch, körperlich anstrengende Tätigkeiten am Tag der Behandlung zu vermeiden und sich etwas Ruhe zu gönnen. Nach der Unterspritzung in meiner Praxis gibt es einige Verhaltensregeln, die Sie befolgen sollten, um zu einem optimalen Ergebnis beizutragen. Damit sich die Wirkung des Botulinumtoxins bestmöglich entfalten kann, sollten Sie in den ersten Tagen nach der Behandlung auf Aktivitäten verzichten, die Ihre Durchblutung anregen. Ich empfehle meinen Patienten und Patientinnen außerdem in der ersten Woche auf Dampfbad, Sauna, Solarium und direkte Sonneneinstrahlung zu verzichten.

 

Wann beginnt die Wirkung des Botulinumtoxins?

Die positive Wirkung des Botulinumtoxins setzt bereits nach den ersten 24 Stunden ein, sodass Sie nach spätestens fünf Tagen erste Ergebnisse sehen. Nach zwei Wochen erreicht das Botulinumtoxin seine volle Wirkung und Sie können Ihren Alltag ohne Scham und ständiges Wechseln der Kleidung bestreiten.

 

Schwitze ich dann überhaupt nicht mehr?

Grundsätzlich ist Schwitzen ein wichtiger Bestandteil unserer körpereigenen Temperaturregelung, weshalb es ungesund wäre, wenn wir Ihre komplette Schweißproduktion unterbinden würden. Zwar unterbindet das Botulinumtoxin die unerwünschte Schweißproduktion fast vollständig, die Wärmeregulierung Ihres Körpers funktioniert jedoch weiterhin vollkommen normal.

 

Wie oft muss ich die Behandlung wiederholen?

Wie lange die Wirkung des Botulinumtoxins bei Ihnen anhält, lässt sich leider nicht genau vorhersagen, da dies von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Bei einigen meiner Patientinnen und Patienten baut der Körper die Substanz schneller ab, bei anderen hingegen braucht der Organismus länger, bis das Botulinumtoxin abgebaut ist. Im Durchschnitt hält das Ergebnis der Botulinumtoxin-Behandlung einer Hyperhidrosis drei bis sechs Monate an. Anschließend ist eine Auffrischung notwendig, um die positive Wirkung beizubehalten.

 

Mit welchen Kosten muss ich bei der Behandlung einer Hyperhidrosis rechnen?

Die Krankenkassen übernehmen nur in den seltensten Fällen die Kosten für die Botulinumtoxin-Behandlung einer Hyperhidrosis. Folglich müssen Sie selbst für alle anfallenden Kosten aufkommen. Eine Hyperhidrosis ist ein sehr individuelles Leiden, weshalb auch der Preis von Person zu Person schwankt. Bei der Behandlung einer Hyperhidrosis kommt es unter anderem darauf an, welche Körperstelle behandelt wird und wie viel Botulinumtoxin-Einheiten ich benötige. Im gemeinsamen Beratungsgespräch eruieren wir gemeinsam den endgültigen Preis für Ihre Behandlung. In der Regel müssen Sie für die Botulinumtoxin-Behandlung einer Hyperhidrosis mit 680€ aufsteigend rechnen.