Nervenkompressionssyndrome (CTS)

Das Karpaltunnelsyndrom (CTS) zählt zu den Nervenkompressionserkrankungen und beschreibt eine Einengung des Handmittelnervs (Nervus medianus) im Bereich der Handwurzel. An dieser Stelle verläuft der Nervus medianus zusammen mit 9 Beugesehnen durch einen Tunnel der durch die Handwurzelknochen und ein Band (Retinaculum flexorum) gebildet wird. Dieses Nervenengpassyndrom tritt am häufigsten im Alter von 50-60 Jahren auf. Frauen sind davon doppelt so häufig betroffen wie Männer, da eine hormonelle Ursache mitverantwortlich sein kann.

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Die Dupuytren’sche Kontraktur (Morbus Dupuytren) kann ganz einfach operativ oder nicht-operativ behandelt werden – Dr. Stefan Gärner, Facharzt für plastische Chirurgie in Wien, berät Sie gerne zu den Behandlungsmethoden.

Symptome

Erste Zeichen des CTS sind Gefühlsstörungen im Nervenversorgungsgebiet von Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowie der benachbarten Hälfte des Ringfingers. Die Störung umfasst einerseits Taubheit mit herabgesetztem Feingefühl, andererseits Reizsymptome mit “Ameisenlaufen” oder Kribbeln und Schmerzen. Typisch ist das Auftreten dieser Symptome in der Nacht. Die Patienten wachen häufig wegen dieser Schmerzen auf und verspüren meistens eine Besserung nach Schütteln der Hand. Tagsüber kann ein Taubheitsgefühl auftreten. Eine Einschränkung bei Feinarbeiten und der Verlust der Griffstärke sind störend.

Diagnose

In den meisten Fällen kann eine Diagnose schon durch die vom Patienten geschilderten Symptome gestellt werden. Eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) bestätigt eine Nervenkompression. Bei diesen Messungen, die durch die Neurologen durchgeführt werden, kann objektiv bestimmt werden, ob und wie schwer eine Einengung des Nervs vorliegt.

Therapie

Nicht-operative Therapie

  • Nächtliche Schienenbehandlung
  • Vermeidung mechanischer Überbelastung
  • Kortisonspritze in den Carpal Kanal

Operative Therapie

  • Durchtrennung des bindegewebigen Handgelenkbandes; Hierdurch wird die Kompression des Medianusnervs aufgehoben.
  • Entfernung von Weichteiltumoren oder von verdicktem Sehnengleitlagergewebe
  • Postoperativ sofortiger Beginn mit Bewegungsübungen in einer Handgelenksschiene
  • Aussetzen von schweren manuellen Tätigkeiten für etwa 6 Wochen