Schnellender Finger

Als “schnellender Finger” (Tendovaginitis stenosans) wird eine “Sehnengleitstörung” eines Fingers bezeichnet.

Durch eine Verengung der bindegewebigen Sehnenscheide im Bereich der Fingerbeuger über dem Grundgelenk wird das Beschwerdebild charakterisiert. Aufgrund dieser Einschnürung der Sehnenscheide, kommt es zu einer Bewegungseinschränkung der Beugesehne. Die Sehne muss bei jeder Bewegung des Fingers diese Verengung passieren, wodurch sie nicht mehr glatt in ihrem Gleitlager läuft und die Verengung nur erschwert mit einem hörbaren – und manchmal auch schmerzhaften -  Schnalzen überwindet. Die schnellende Bewegung beim Strecken der Finger gab der Erkrankung ihren Namen.

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Die Dupuytren’sche Kontraktur (Morbus Dupuytren) kann ganz einfach operativ oder nicht-operativ behandelt werden – Dr. Stefan Gärner, Facharzt für plastische Chirurgie in Wien, berät Sie gerne zu den Behandlungsmethoden.

Symptome

Typisch für die Erkrankung sind die eingeschränkte Streckfähigkeit sowie eine deutlich zu tastende Verdickung der Sehne. Typisch hierbei ist die schnellende Bewegung beim Strecken der Finger. Dieses Symptom tritt besonders morgens oder nach längerem Ruhezustand der Hand auf.

Im fortgeschrittenen Stadium kann der Finger aktiv nicht mehr aus der gebeugten Stellung heraus bewegt werden.

Therapie

Nicht-operative Therapie

In den ersten Wochen oder Monaten kann der betroffene Finger mit Kortisoninjektionen behandelt werden.

Meist ist dadurch aber nur eine temporäre Besserung erzielbar.

Operative Therapie

Durch die Operation wird die Gleitfähigkeit der Sehnenscheide wieder voll hergestellt. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung.

Bei der Operation wird die Verengung im Bereich des Sehnenscheide  gespalten (Ringbandspaltung). Der knotenartig verdickte Sehnenteil kann wieder normal gleiten.

In fortgeschrittenen Fällen ist außerdem eine Entfernung des entzündeten Sehnengleitgewebes erforderlich sowie eine Lösung von Sehnenverwachsungen.

Postoperativ empfiehlt sich der sofortige Beginn mit Bewegungsübungen. Aussetzen von schwerer manueller Tätigkeit für etwa 2 Wochen