Karpaltunnelsyndrom Operation: Ablauf, Dauer und Nachsorge

IN WIEN

Die Karpaltunnel-OP ist ein schonender, etwa 15- bis 20-minütiger Routineeingriff in örtlicher Betäubung. Über einen kleinen Schnitt in der Handinnenfläche wird das Karpalband gespalten und der Nervus medianus dauerhaft entlastet.

Inhaltsverzeichnis

Wenn konservative Maßnahmen wie Schienen, Medikamente oder gezielte Übungen nicht mehr ausreichen, ist die Operation beim Karpaltunnelsyndrom die zuverlässigste und dauerhaft wirksame Behandlung. In meiner Ordination führe ich diesen Eingriff minimalinvasiv und besonders schonend durch. Die Operation erfolgt in örtlicher Betäubung und ist in der Regel gut verträglich. Für Sie bedeutet das: ein kurzer Eingriff, eine rasche Entlastung des Nervs und sehr gute Heilungschancen.

Wann ist eine Operation beim Karpaltunnelsyndrom notwendig?

Eine Operation empfehle ich immer dann, wenn die Beschwerden nicht mehr von selbst oder durch konservative Maßnahmen besser werden. Typisch ist, dass Taubheitsgefühle und Schmerzen über mehrere Monate bestehen bleiben oder sogar zunehmen. Auch wenn die Muskulatur am Daumenballen sichtbar schwächer wird oder sich zurückbildet, ist das ein klares Zeichen dafür, dass der Nerv bereits stärker beeinträchtigt ist.

Zusätzlich ziehe ich die Ergebnisse einer Nervenmessung heran. Wenn diese zeigt, dass der Nerv deutlich eingeengt ist, rate ich in der Regel zur Operation. Ein weiterer wichtiger Punkt ist Ihre Lebensqualität. Wenn Sie durch nächtliche Beschwerden regelmäßig aufwachen oder im Alltag stark eingeschränkt sind, kann der Eingriff sinnvoll sein, um Ihnen wieder mehr Lebensqualität zu ermöglichen.

Wie läuft die Karpaltunnel-Operation ab?

Die Karpaltunnel Operation ist ein vergleichsweise kleiner, aber sehr wirkungsvoller Eingriff. Ziel der Behandlung ist es, den eingeengten Mittelnerv im Handgelenk dauerhaft zu entlasten. Genau dieser Nerv steht beim Karpaltunnelsyndrom unter Druck und verursacht Beschwerden wie Kribbeln, Taubheit, Schmerzen oder ein Schwächegefühl in der Hand.

Der Karpaltunnel ist ein enger Kanal im Bereich des Handgelenks. Durch diesen Kanal verlaufen einerseits der Mittelnerv und andererseits mehrere Beugesehnen. Überdacht wird dieser Tunnel von einem festen Band aus Bindegewebe, dem sogenannten Karpalband. Wenn der Platz in diesem Bereich zu eng wird, entsteht Druck auf den Nerv. Genau hier setzt die Operation an.

Bei dem Eingriff durchtrenne ich dieses straffe Band, das den Karpaltunnel nach oben begrenzt. Das klingt für viele Patienten im ersten Moment ungewohnt, ist aber der entscheidende Schritt der Behandlung. Das Band wird nicht entfernt, sondern kontrolliert gespalten, damit der Tunnel mehr Raum bekommt und der Nerv nicht länger eingeengt wird. Auf diese Weise kann der Druck im Karpaltunnel deutlich sinken.

Die Operation führe ich in der Regel in örtlicher Betäubung durch. Anschließend setze ich einen kleinen Schnitt in der Handinnenfläche, um den Karpaltunnel sicher darzustellen. Unter direkter Sicht spalte ich dann das Karpalband sehr präzise. Dabei achte ich darauf, den Nerv und die umliegenden Strukturen bestmöglich zu schonen.

In meiner Ordination erfolgt der Eingriff in einer offenen, schonenden Technik über einen kleinen Zugang. Diese Methode hat den Vorteil, dass ich die anatomischen Strukturen direkt sehen kann und das Band kontrolliert und vollständig spalten kann. Genau das ist wichtig, damit der Nerv zuverlässig entlastet wird. Nach der Spaltung entsteht wieder mehr Platz im Karpaltunnel, sodass sich der Nerv erholen kann.

Viele Patienten bemerken schon relativ bald nach der Operation eine Verbesserung, vor allem bei den nächtlichen Beschwerden. Das Kribbeln und Einschlafen der Hand lassen oft früh nach. Wenn der Nerv bereits länger stark gedrückt war, kann die vollständige Erholung allerdings etwas Zeit brauchen. In solchen Fällen bessern sich Taubheit und Kraft nicht sofort, sondern schrittweise über Wochen oder Monate.

Wie lange dauert die Operation?

Die eigentliche Operation dauert pro Hand etwa 15 bis 20 Minuten. Sie sollten jedoch insgesamt etwas mehr Zeit einplanen. Mit Vorbereitung, Aufklärung und einer kurzen Ruhephase nach dem Eingriff sind Sie in der Regel etwa ein bis zwei Stunden in meiner Ordination.

Der Eingriff erfolgt ambulant. Das heißt, Sie können am selben Tag wieder nach Hause gehen. Ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus ist nicht notwendig.

Welche Narkose wird verwendet?

In den meisten Fällen führe ich die Operation in örtlicher Betäubung durch. Dabei wird nur das Handgelenk betäubt, sodass Sie während des Eingriffs keine Schmerzen verspüren. Sie bleiben wach und ansprechbar, was den Vorteil hat, dass Ihr Kreislauf weniger belastet wird und Sie sich nach der Operation schneller erholen.

Wenn Sie sich damit unwohl fühlen, können wir auch andere Möglichkeiten besprechen. Je nach Situation sind eine Betäubung des gesamten Arms oder eine kurze Narkose ebenfalls möglich. Mir ist wichtig, dass Sie sich während des Eingriffs gut aufgehoben fühlen.

Wie verläuft die Nachsorge?

Nach der Operation lege ich Ihnen einen schützenden Verband an. Diesen können Sie in der Regel nach etwa 24 Stunden selbst entfernen. In den ersten zwei Wochen sollten Sie Ihre Hand schonen und größere Belastungen vermeiden. Leichte Bewegungen der Finger sind jedoch sinnvoll und unterstützen die Heilung.

Die Fäden werden nach etwa 12 bis 14 Tagen entfernt. In dieser Zeit kontrolliere ich regelmäßig den Heilungsverlauf und stehe Ihnen bei Fragen zur Seite. Nach etwa vier bis sechs Wochen ist die Hand meist wieder voll belastbar. Wie schnell das im Einzelfall geht, hängt jedoch auch davon ab, wie stark Ihre Hand im Alltag beansprucht wird.

Welche Risiken bestehen?

Die Karpaltunnel Operation ist ein sehr bewährter und sicherer Eingriff. Komplikationen sind selten. In Einzelfällen kann es zu Nachblutungen, einer Wundinfektion oder vorübergehenden Empfindungsstörungen kommen. Diese lassen sich in der Regel gut behandeln.

Schwere Komplikationen sind sehr selten. Ich lege großen Wert auf eine sorgfältige Durchführung des Eingriffs und eine gute Nachbetreuung, um Risiken so gering wie möglich zu halten.

Wann sind Sie wieder arbeitsfähig?

Wann Sie wieder arbeiten können, hängt stark von Ihrer Tätigkeit ab. Bei einer überwiegend sitzenden Tätigkeit ist ein früher Wiedereinstieg möglich als bei körperlich belastender Arbeit. In der Regel liegt die Krankschreibung zwischen zwei und sechs Wochen.

Ich bespreche mit Ihnen individuell, wann ein sinnvoller Zeitpunkt für die Rückkehr in den Beruf ist. Dabei achte ich darauf, dass Ihre Hand ausreichend stabil ist und Sie keine unnötigen Risiken eingehen.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob eine Operation in Ihrem Fall sinnvoll ist, oder wenn Sie mehr über den Ablauf erfahren möchten, vereinbaren Sie gerne einen Termin bei mir. Ich nehme mir Zeit für Ihre Fragen und erkläre Ihnen den Eingriff Schritt für Schritt verständlich und persönlich.

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Ich freue mich darauf, Sie bald für ein persönliches Gespräch in meiner Ordination begrüßen zu dürfen!

Geprüft durch den Autor

DR. STEFAN GÄRNER

FACHARZT FÜR PLASTISCHE, ÄSTHETISCHE UND REKONSTRUKTIVE CHIRURGIE IN WIEN

In den letzten 15 Jahren habe ich mich auf die ästhetische und rekonstruktive Gesichts- und Brustchirurgie spezialisiert. Das fängt bei Facelift und Filler an, geht über Brustvergrößerung und -straffung und bis hin zu Formveränderungen sowie Wiederherstellung der Brust. Um in diesen Bereichen immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, besuche regelmäßig nationale und internationale Kongresse – so kann ich Sie bestmöglich beraten.

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FAQ

Ist die Operation schmerzhaft?
Während des Eingriffs sind Sie durch die örtliche Betäubung schmerzfrei. In den ersten ein bis zwei Tagen nach der Operation können leichte Spannungsgefühle und ein leichter Wundschmerz auftreten, die mit gängigen Schmerzmitteln gut beherrschbar sind.
Bleibt eine sichtbare Narbe zurück?
Der Schnitt verläuft entlang einer natürlichen Hautlinie der Handinnenfläche und ist meist nur 2 bis 3 Zentimeter lang. Mit konsequenter Narbenpflege wird er nach drei bis sechs Monaten in der Regel sehr unauffällig.
Kann das Karpaltunnelsyndrom nach der Operation wiederkommen?
Das Risiko eines Rezidivs ist sehr gering. Mehr als 90 Prozent der Patientinnen und Patienten bleiben langfristig beschwerdefrei. Eine erneute Verengung ist selten und hängt meist mit Narbenbildung oder einem unvollständigen Erstbefund zusammen.
Wie lange darf ich die Hand nach der OP nicht belasten?
Leichte Bewegungen der Finger sind sofort erlaubt und sogar erwünscht. Schweres Heben, Tragen und kräftiges Greifen sollten Sie für mindestens zwei Wochen vermeiden, volle Belastbarkeit ist meist nach vier bis sechs Wochen erreicht.
Wann verschwindet die Taubheit nach dem Eingriff?
Bei kurzer Krankheitsdauer bessert sich die Taubheit oft schon in den ersten Tagen. Bei länger bestehender Nervenkompression kann die vollständige Regeneration mehrere Monate dauern, in seltenen Fällen bleibt eine Restsymptomatik bestehen.

DR. STEFAN GÄRNER

IHR FACHARZT FÜR PLASTISCHE, ÄSTHETISCHE UND REKONSTRUKTIVE CHIRURGIE IN WIEN

Ich freue mich darauf, Sie in meiner neuen Ordination begrüßen zu dürfen!

AUF EINEN BLICK

KURZINFO

Endergebnis: Symptomfreiheit meist innerhalb weniger Wochen, vollständige Nervenregeneration nach mehreren Monaten
Ausfallzeit: ambulant, in örtlicher Betäubung
Kosten: ab € 2.500
Dauer: ca. 15–20 Minuten
Nachbehandlung: Verband 24 Stunden, Fadenzug nach 12–14 Tagen, volle Belastung nach 4–6 Wochen