Augenlidstraffung: Heilungsverlauf, Nachsorge und Narben

IN WIEN

Wie lange dauert die Heilung nach einer Augenlidstraffung und wann sieht man wieder normal aus? Dr. Gärner beschreibt den Heilungsverlauf Woche für Woche, die richtige Nachsorge und die Pflege der Narben.

Inhaltsverzeichnis

Der Heilungsverlauf nach einer Augenlidstraffung folgt in den meisten Fällen einem gut vorhersehbaren Muster, kann individuell jedoch unterschiedlich ausfallen. In den ersten Tagen stehen Schwellungen und Blutergüsse im Vordergrund. Nach etwa einer Woche beruhigt sich die Augenpartie zunehmend, und nach wenigen Wochen ist das Ergebnis bereits gut zu erkennen. Bis sich das Gewebe vollständig erholt hat und die Narben ausgereift sind, können allerdings mehrere Monate vergehen.

Auf dieser Seite beschreibe ich Ihnen, was Sie in den einzelnen Heilungsphasen erwarten dürfen, wann Sie wieder gesellschaftsfähig sind und wie Sie die Heilung durch die richtige Nachsorge unterstützen können. Die Angaben gelten grundsätzlich für die Oberlidstraffung und die Unterlidstraffung. Auf Unterschiede gehe ich an den entsprechenden Stellen ein. Den Ablauf der Operation selbst finden Sie auf der Hauptseite zur Augenlidstraffung.

Wie lange dauert die Heilung nach einer Augenlidstraffung insgesamt?

Die sichtbare Heilung dauert in der Regel etwa zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit gehen Schwellungen und Blutergüsse deutlich zurück, und die Augenpartie wirkt zunehmend natürlich. Die weitere Heilung des Gewebes kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Nach etwa vier bis sechs Monaten lässt sich das Ergebnis meist gut beurteilen, während die vollständige Narbenreifung sechs bis zwölf Monate oder im Einzelfall auch länger dauern kann.

Bei einer Unterlidstraffung kann die Schwellung etwas länger bestehen bleiben als bei einer reinen Oberlidstraffung. Die genannten Zeiträume sind jedoch nur Richtwerte. Das Alter, die Hautqualität, der Umfang des Eingriffs und die individuelle Neigung zu Schwellungen beeinflussen den Heilungsverlauf.

Ich begleite Sie während dieser Zeit mit regelmäßigen Nachsorgeterminen, um die Wundheilung zu kontrollieren und mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.

Die ersten drei Tage: Schwellung, Kühlen und Ruhe

Direkt nach der Operation ist die Augenpartie meist geschwollen, und es können Blutergüsse auftreten. Die Beschwerden sind in der Regel gering und äußern sich eher durch ein Spannungsgefühl als durch starke Schmerzen. Falls erforderlich, können geeignete Schmerzmittel eingenommen werden, die ich Ihnen für die Zeit nach dem Eingriff empfehle.

Die Schwellung erreicht häufig am zweiten oder dritten Tag ihren Höhepunkt. In dieser Phase können die Augen kleiner oder vorübergehend unterschiedlich aussehen. Solche Veränderungen sind meist Teil des normalen Heilungsverlaufs und bilden sich anschließend schrittweise zurück.

In den ersten Tagen ist es besonders wichtig, die Augenpartie vorsichtig zu kühlen. Verwenden Sie dafür kühle Kompressen oder geeignete Kühlpads, die Sie in ein sauberes Tuch wickeln. Kühlen Sie mehrmals täglich für etwa zehn bis 15 Minuten und legen Sie zwischendurch ausreichend Pausen ein. Eis oder stark gekühlte Gegenstände sollten niemals direkt auf die Haut gelegt werden.

Schlafen Sie möglichst auf dem Rücken und mit leicht erhöhtem Oberkörper, um die Schwellung zu reduzieren. Vermeiden Sie außerdem schweres Heben, häufiges Bücken und körperliche Anstrengungen, die den Druck im Kopfbereich erhöhen können.

Lesen, Fernsehen und Bildschirmarbeit sind grundsätzlich erlaubt, sofern Sie sich dabei wohlfühlen. Da die Augen nach einer Lidstraffung häufig schneller ermüden oder trockener werden, empfehle ich kurze Einheiten mit regelmäßigen Pausen.

Tag vier bis sieben: Die Augenpartie beruhigt sich

Ab dem vierten Tag beginnen die Schwellungen bei vielen Patientinnen und Patienten deutlich zurückzugehen. Dieser Prozess verläuft allerdings nicht immer gleichmäßig. Es ist möglich, dass ein Auge etwas stärker geschwollen bleibt als das andere oder die Schwellung morgens ausgeprägter ist.

Blutergüsse können sich im Laufe der Heilung von Blau oder Violett über Grün bis Gelb verfärben, bevor sie allmählich verschwinden. Die Wundränder sind zunächst als feine rötliche Linien erkennbar. Gelegentlich bilden sich kleine Krusten, die Sie nicht eigenständig entfernen sollten.

Die Fäden entferne ich bei einer Oberlidstraffung in der Regel nach etwa fünf bis sieben Tagen in meiner Ordination. Bei einer Unterlidstraffung kann der Zeitpunkt je nach Operationstechnik und verwendetem Nahtmaterial abweichen. Die Reinigung der Augenpartie erfolgt nach meinen individuellen Nachsorgeanweisungen. Sobald die Wunden ausreichend verschlossen sind, dürfen Sie die Lider vorsichtig reinigen und anschließend sanft trocken tupfen. Starkes Reiben oder Ziehen an der empfindlichen Haut sollten Sie weiterhin vermeiden.

Leichte sitzende Tätigkeiten, beispielsweise im Homeoffice, sind in dieser Phase häufig bereits möglich. Entscheidend ist, dass Sie sich körperlich schonen und Ihre Augen nicht übermäßig beanspruchen.

Woche zwei: Wann bin ich wieder gesellschaftsfähig?

Nach etwa sieben bis 14 Tagen sind viele Patientinnen und Patienten wieder gesellschaftsfähig. Das bedeutet nicht, dass bereits sämtliche Spuren der Operation verschwunden sind. Leichte Restschwellungen oder gelbliche Verfärbungen können weiterhin sichtbar sein, lassen sich aber häufig mit einer Brille oder nach entsprechender ärztlicher Freigabe mit Make-up kaschieren.

Wenn Sie einen wichtigen beruflichen oder privaten Termin planen, empfehle ich, vorsichtshalber mindestens zwei Wochen Abstand zur Operation einzuplanen. Bei einer kombinierten Ober- und Unterlidstraffung kann auch eine längere Erholungszeit sinnvoll sein.

Augen-Make-up sollten Sie erst verwenden, wenn die Wunden vollständig geschlossen sind und ich die Anwendung freigegeben habe. In der Regel ist dies nach etwa zehn bis 14 Tagen möglich. Verwenden Sie möglichst saubere oder neue Produkte und tragen Sie kein Make-up auf offene Wundstellen oder verbliebene Krusten auf.

Kontaktlinsen sollten Sie in den ersten ein bis zwei Wochen durch eine Brille ersetzen. Wann Sie wieder Kontaktlinsen tragen dürfen, hängt vom Heilungsverlauf, der Operationstechnik und möglichen Beschwerden wie trockenen Augen ab. Besonders wichtig ist, dass beim Einsetzen und Herausnehmen kein unnötiger Zug auf die operierten Lider ausgeübt wird.

Woche drei bis sechs: Der Blick wird natürlich

In dieser Phase gehen die verbleibenden Schwellungen zunehmend zurück, und die Lidfalte zeigt sich deutlicher in ihrer neuen Form. Das Gewebe kann sich noch etwas fester anfühlen, und gelegentlich ist die Augenpartie morgens leicht geschwollen. Diese Veränderungen können während der weiteren Heilung auftreten und bilden sich meist schrittweise zurück.

Nach etwa drei Wochen ist bei vielen Patientinnen und Patienten bereits gut zu erkennen, wie sich das Ergebnis entwickeln wird. Kleinere Veränderungen der Lidform und Restschwellungen sind jedoch weiterhin möglich.

Die Narbe kann zu diesem Zeitpunkt noch rosa oder leicht gerötet sein. Auch ein vorübergehendes Spannungsgefühl oder eine gewisse Verhärtung entlang der Schnittlinie sind im Rahmen der Narbenbildung möglich. Solche Veränderungen müssen nicht auf eine Komplikation hinweisen, sollten bei zunehmenden Beschwerden oder auffälligem Verlauf aber kontrolliert werden.

Ab Woche sechs: Narbenreifung und Endergebnis

Nach etwa sechs Wochen ist die Augenpartie bei vielen Patientinnen und Patienten äußerlich bereits weitgehend unauffällig. Die Narben verändern sich in den folgenden Monaten weiter und werden normalerweise blasser, flacher und weicher. Das Ergebnis einer Augenlidstraffung lässt sich nach etwa vier bis sechs Monaten meist gut beurteilen. Bis sich alle Gewebestrukturen vollständig beruhigt haben, kann es jedoch länger dauern. Insbesondere die Narbenreifung kann sich über sechs bis zwölf Monate erstrecken.

Erst mit ausreichendem Abstand zur Operation lässt sich zuverlässig einschätzen, ob kleinere Unregelmäßigkeiten bestehen bleiben oder sich im weiteren Heilungsverlauf von selbst zurückbilden. Sollte eine Nachkorrektur erforderlich sein, wird deren Zeitpunkt individuell festgelegt. Bei rein ästhetischen Auffälligkeiten ist es häufig sinnvoll, die weitere Gewebeheilung zunächst abzuwarten. Weitere Informationen dazu finden Sie auf meiner Seite zur Korrektur einer misslungenen Oberlidstraffung.

Bleiben nach der Augenlidstraffung Narben?

Jede Operation, bei der ein Hautschnitt gesetzt wird, hinterlässt eine Narbe. Bei einer Augenlidstraffung plane ich die Schnittführung jedoch so, dass die spätere Narbe möglichst unauffällig liegt. Bei der Oberlidstraffung verläuft sie in der natürlichen Lidfalte und ist bei geöffnetem Auge häufig weitgehend verdeckt. Bei der Unterlidstraffung kann der Schnitt knapp unterhalb des Wimpernkranzes gesetzt werden. Erfolgt der Eingriff über einen transkonjunktivalen Zugang auf der Innenseite des Unterlids, entsteht keine von außen sichtbare Hautnarbe.

Die Lidhaut ist besonders dünn und weist häufig günstige Voraussetzungen für eine unauffällige Narbenheilung auf. Dennoch hängt das spätere Erscheinungsbild der Narbe von mehreren Faktoren ab, darunter die individuelle Wundheilung, die Schnittführung und die richtige Nachsorge. Nach etwa sechs bis zwölf Monaten sind die Narben bei vielen Patientinnen und Patienten nur noch als feine, helle Linien erkennbar. Eine vollständig unsichtbare Narbe lässt sich jedoch nicht garantieren.

Wie pflege ich die Narben richtig?

In den ersten Tagen ist es wichtig, die Wunden sauber zu halten und die Augenpartie nicht unnötig zu berühren. Die genaue Reinigung und Wundpflege richtet sich nach den Anweisungen, die Sie nach der Operation von mir erhalten. Nach dem Entfernen der Fäden und bei ausreichend verschlossenen Wunden dürfen Sie die Narben vorsichtig reinigen. Tupfen Sie die Haut anschließend sanft trocken und vermeiden Sie starkes Reiben.

Sobald die Wundheilung ausreichend fortgeschritten ist, kann eine gezielte Narbenpflege sinnvoll sein. Je nach Befund empfehle ich Ihnen eine geeignete Narbensalbe oder ein Silikonpräparat. Häufig kann mit der Pflege etwa ab der zweiten Woche begonnen werden, sofern die Wunde vollständig geschlossen ist. Die genaue Anwendung und Häufigkeit bespreche ich mit Ihnen beim Nachsorgetermin. Eine Narbenmassage sollte erst nach ausdrücklicher Freigabe erfolgen, da die empfindliche Lidhaut nicht zu früh mechanisch belastet werden darf.

Besonders wichtig ist der Sonnenschutz. Frische Narben können durch UV-Strahlung stärker pigmentieren und dadurch länger auffällig bleiben. Tragen Sie deshalb im Freien eine Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Schutz und verwenden Sie nach vollständigem Wundverschluss einen geeigneten Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor.

In den ersten sechs Monaten sollten Sie die Narben konsequent vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Auch auf Solarium und ausgedehnte Sonnenbäder empfehle ich in dieser Zeit zu verzichten. Sauna, Dampfbad und andere starke Wärmebelastungen sollten Sie für mindestens zwei Wochen meiden. Je nach Heilungsverlauf kann eine längere Pause erforderlich sein.

Wann darf ich wieder arbeiten, Sport treiben und Auto fahren?

Die Rückkehr in den Alltag hängt davon ab, wie umfangreich der Eingriff war, wie schnell die Schwellungen zurückgehen und welche körperlichen Anforderungen Ihre Tätigkeit mit sich bringt.

Zur Orientierung gelten folgende Zeiträume:

  • Bürotätigkeit und Homeoffice: Leichte sitzende Arbeiten sind häufig nach etwa zwei bis vier Tagen wieder möglich, sofern Sie sich wohlfühlen und die Augen nicht zu stark beansprucht werden.
  • Berufe mit Kundenkontakt: Hier empfehle ich, etwa sieben bis 14 Tage einzuplanen, bis Schwellungen und Blutergüsse weitgehend abgeklungen sind.
  • Körperlich anstrengende Arbeit: Bei Tätigkeiten mit schwerem Heben, häufigem Bücken oder größerer körperlicher Belastung ist meist eine Pause von mindestens zwei Wochen sinnvoll. Je nach Tätigkeit kann eine längere Schonung erforderlich sein.
  • Spaziergänge: Kurze, ruhige Spaziergänge sind meist bereits ab dem ersten Tag möglich und fördern die allgemeine Mobilisation, ohne den Kreislauf stark zu belasten.
  • Ausdauersport, Krafttraining und Yoga: Auf anstrengende sportliche Aktivitäten und Übungen mit gesenktem Kopf sollten Sie in der Regel mindestens zwei Wochen verzichten. Die Wiederaufnahme sollte schrittweise und nach ärztlicher Freigabe erfolgen.
  • Schwimmen und Kontaktsport: Hier empfehle ich eine längere Pause von etwa drei bis vier Wochen beziehungsweise bis die Wundheilung ausreichend abgeschlossen ist und ich die Aktivität freigegeben habe.

Auch beim Autofahren ist Vorsicht geboten. Sie sollten erst wieder selbst fahren, wenn Ihre Sicht vollständig unbeeinträchtigt ist, Sie die Augen problemlos öffnen und schließen können und keine Medikamente oder Augensalben Ihre Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Das ist bei unkompliziertem Verlauf häufig nach etwa drei bis fünf Tagen möglich. Ein fester Zeitpunkt lässt sich jedoch nicht für alle Patientinnen und Patienten festlegen. Am Operationstag sollten Sie keinesfalls selbst Auto fahren. Nach einer Sedierung gelten zusätzliche Einschränkungen, die ich Ihnen vor dem Eingriff erkläre.

Was unterscheidet die Heilung am Unterlid von der am Oberlid?

Nach einer Unterlidstraffung können Schwellungen und Spannungsgefühle länger anhalten als nach einer reinen Oberlidstraffung. Das liegt unter anderem an den anatomischen Besonderheiten des Unterlids und daran, dass bei diesem Eingriff häufig auch Fettgewebe oder stützende Gewebestrukturen korrigiert werden.

Schwellungen können sich über mehrere Wochen zurückbilden. Gelegentlich kommt es vorübergehend zu einer stärkeren Schwellung der Bindehaut, einem sogenannten Chemosis. Auch ein Spannungsgefühl oder eine vorübergehende Veränderung der Unterlidposition sind möglich und müssen bei der Nachsorge entsprechend beurteilt werden.

Bei einer kombinierten Ober- und Unterlidstraffung fällt die Erholungsphase häufig etwas länger aus. Planen Sie in diesem Fall möglichst etwa zwei Wochen ein, bevor Sie wieder Ihren gewohnten gesellschaftlichen Verpflichtungen nachgehen. Sichtbare Restschwellungen können auch darüber hinaus bestehen bleiben. Alles Wissenswerte zu diesem Eingriff finden Sie auf meiner Seite zur Unterlidstraffung.

Welche Warnzeichen sollte ich ernst nehmen?

Eine Augenlidstraffung verläuft in den meisten Fällen ohne schwerwiegende Komplikationen. Dennoch gibt es bestimmte Beschwerden, die nicht zum gewöhnlichen Heilungsverlauf gehören und sofort medizinisch abgeklärt werden müssen.

Dazu zählen insbesondere plötzlich auftretende oder stark zunehmende Schmerzen, eine rasch zunehmende einseitige Schwellung, deutliche Sehstörungen oder eine plötzliche Verschlechterung des Sehvermögens. Solche Beschwerden können in seltenen Fällen auf eine ernsthafte Komplikation, beispielsweise eine Blutung hinter dem Auge, hinweisen.

Bei plötzlich auftretenden Sehstörungen, starken Augenschmerzen oder einer rasch zunehmenden Schwellung sollten Sie unverzüglich eine augenärztliche Notfallambulanz aufsuchen und nicht auf den nächsten Nachsorgetermin warten.

Auch Fieber, eine zunehmende Rötung, Überwärmung, eitriges Sekret oder stärker werdende Schmerzen an der Wunde können Hinweise auf eine Infektion sein und sollten zeitnah untersucht werden.

Wenn sich das Auge nach der Operation nicht vollständig schließen lässt, ist ebenfalls eine ärztliche Beurteilung erforderlich. Besonders bei Trockenheitsgefühl, Schmerzen oder Reizungen darf damit nicht bis zum nächsten regulären Nachsorgetermin gewartet werden, da die Augenoberfläche geschützt werden muss.

Eine leichte Restschwellung nach drei Wochen ist dagegen nicht ungewöhnlich. Bleibt sie jedoch unverändert bestehen, nimmt wieder zu oder ist einseitig besonders ausgeprägt, sollte die Ursache untersucht werden.

Je nach Befund können weitere Maßnahmen sinnvoll sein. Eine manuelle Lymphdrainage im Bereich der Augen sollte allerdings nur nach ärztlicher Freigabe und durch entsprechend geschulte Fachkräfte erfolgen. Nicht jede Schwellung darf massiert werden.

Was sollte ich in den ersten Wochen vermeiden?

Neben intensiver körperlicher Belastung und starker Hitze gibt es einige Alltagsgewohnheiten, die den Heilungsverlauf ungünstig beeinflussen können.

Reiben oder kratzen Sie nicht an den Augen, auch wenn die Narben während der Heilung jucken. Ein leichtes Jucken kann Teil der normalen Wundheilung sein. Starker oder zunehmender Juckreiz, insbesondere zusammen mit einer ausgeprägten Rötung, sollte jedoch abgeklärt werden. Verzichten Sie in den ersten etwa zwei Wochen auf Augen-Make-up, Wimpernverlängerungen und Peelings im Bereich der operierten Haut. Kosmetische Behandlungen, bei denen Zug oder Druck auf die Augenlider ausgeübt wird, sollten erst nach vollständiger Heilung und entsprechender Freigabe erfolgen.

Augentropfen und Salben verwenden Sie bitte entsprechend meinen Anweisungen. Wenn Sie aufgrund einer bestehenden Augenerkrankung bereits regelmäßig verordnete Augentropfen benötigen, setzen Sie diese nicht eigenständig ab. Ob die Anwendung angepasst werden muss, klären wir vor beziehungsweise nach dem Eingriff.

In den ersten Tagen sollten Sie außerdem längeres Bücken und Tätigkeiten vermeiden, bei denen der Kopf tief nach unten gehalten wird. Das betrifft beispielsweise das Heben schwerer Gegenstände, das Schuhebinden oder das Haarewaschen über dem Waschbecken. Waschen Sie Ihre Haare möglichst mit zurückgelegtem Kopf und achten Sie darauf, dass weder Shampoo noch andere Pflegeprodukte in die frischen Wunden gelangen.

Diese einfachen Vorsichtsmaßnahmen können dazu beitragen, die empfindliche Augenpartie während der ersten Heilungsphase zu schützen und zusätzliche Schwellungen zu vermeiden.

Wie kann ich die Heilung aktiv unterstützen?

Mit der richtigen Nachsorge können Sie selbst dazu beitragen, dass die Heilung möglichst ungestört verläuft. Besonders in den ersten Tagen sind Ruhe, vorsichtiges Kühlen und eine leicht erhöhte Schlafposition wichtig.

Verzichten Sie auf Nikotin, da Rauchen die Durchblutung des Gewebes beeinträchtigen und die Wundheilung verzögern kann. Auch Alkohol sollten Sie in der frühen Heilungsphase meiden, da er unter anderem Schwellungen begünstigen kann.

Achten Sie außerdem auf ausreichend Flüssigkeit, eine ausgewogene Ernährung und genügend Schlaf. Vermeiden Sie unnötige körperliche Anstrengungen und nehmen Sie sich insbesondere in der ersten Woche ausreichend Zeit für die Erholung.

Halten Sie die vereinbarten Nachsorgetermine ein und beginnen Sie mit der Narbenpflege erst dann, wenn ich sie freigegeben habe. Wenn Sie ungewöhnliche Beschwerden bemerken oder sich bezüglich des Heilungsverlaufs unsicher sind, melden Sie sich bitte frühzeitig in meiner Ordination.

Mir ist wichtig, dass Sie gut über die einzelnen Heilungsphasen informiert sind und wissen, welche Veränderungen normal sind und wann eine ärztliche Kontrolle notwendig ist. So können wir den Heilungsverlauf gemeinsam begleiten und mögliche Komplikationen rechtzeitig erkennen.

Wenn Sie Fragen zum Heilungsverlauf haben oder eine Augenlidstraffung planen und wissen möchten, wie Sie die Zeit nach dem Eingriff am besten organisieren, lade ich Sie zu einem persönlichen Beratungsgespräch in meine Ordination in Wien ein. Ich erkläre Ihnen, welche Erholungszeit Sie einplanen sollten und worauf es bei der Nachsorge besonders ankommt.

Ich freue mich darauf, Sie bald für ein persönliches Gespräch in meiner Ordination begrüßen zu dürfen!

Geprüft durch den Autor

DR. STEFAN GÄRNER

FACHARZT FÜR PLASTISCHE, ÄSTHETISCHE UND REKONSTRUKTIVE CHIRURGIE IN WIEN

In den letzten 15 Jahren habe ich mich auf die ästhetische und rekonstruktive Gesichts- und Brustchirurgie spezialisiert. Das fängt bei Facelift und Filler an, geht über Brustvergrößerung und -straffung und bis hin zu Formveränderungen sowie Wiederherstellung der Brust. Um in diesen Bereichen immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, besuche regelmäßig nationale und internationale Kongresse – so kann ich Sie bestmöglich beraten.

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FAQ

Wann ist der schlimmste Tag nach einer Oberlidstraffung?
Die Schwellung ist meist am zweiten oder dritten Tag nach der Operation am stärksten. Anschließend geht sie bei unkompliziertem Heilungsverlauf allmählich zurück. Wie schnell sich die Augenpartie beruhigt, ist individuell unterschiedlich.
Wann sieht man nach einer Oberlidstraffung wieder normal aus?
Nach etwa sieben bis 14 Tagen sind viele Patientinnen und Patienten wieder gesellschaftsfähig. Nach ungefähr drei Wochen wirkt die Augenpartie häufig bereits weitgehend natürlich. Das Ergebnis lässt sich meist nach vier bis sechs Monaten gut beurteilen, während die Narbenreifung länger dauern kann.
Wie lange darf ich nach einer Lidstraffung nicht fernsehen?
Ein grundsätzliches Verbot gibt es nicht. Fernsehen, Lesen und Bildschirmarbeit sind erlaubt, solange sie keine Beschwerden verursachen. Da die Augen in den ersten Tagen schneller ermüden oder trockener werden können, empfehle ich regelmäßige Pausen und bei Bedarf die ärztlich empfohlenen Augentropfen.
Wann werden die Fäden gezogen?
Nach einer Oberlidstraffung entferne ich die Fäden in der Regel nach etwa fünf bis sieben Tagen. Bei einer Unterlidstraffung kann der Zeitpunkt abhängig von der Operationstechnik und dem verwendeten Nahtmaterial abweichen. Die weitere Reinigung und Pflege der Wunden bespreche ich mit Ihnen beim Nachsorgetermin.
Was tun, wenn die Schwellung nach der Oberlidstraffung nicht weggeht?
Eine leichte Restschwellung kann über mehrere Wochen bestehen bleiben und ist nicht automatisch ein Zeichen für eine Komplikation. Hält sie ungewöhnlich lange an, nimmt sie wieder zu oder treten zusätzliche Beschwerden auf, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Kühlung und Hochlagerung können insbesondere in der frühen Heilungsphase hilfreich sein. Eine Lymphdrainage sollte nur nach ärztlicher Freigabe erfolgen.
Welche Nachteile hat eine Augenlidstraffung?
Nach einer Augenlidstraffung müssen Sie vorübergehend mit Schwellungen, Blutergüssen und einer sichtbaren Heilungsphase rechnen. Auch Narben, Spannungsgefühle oder trockene Augen können auftreten. Darüber hinaus bestehen wie bei jeder Operation Risiken, beispielsweise Blutungen, Infektionen, Asymmetrien oder Beeinträchtigungen des Lidschlusses. Schwerwiegende Komplikationen sind selten, können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Das endgültige Ergebnis entwickelt sich über mehrere Monate.